Johann Michael (II) Bach (1745-1820):

Friedens-Cantata

Allgemeine Angaben zur Kantate

Untertitel: Jehova, Vater der Wesen
Untertitel deutsch: Peace Cantata
Entstehungszeit: 1815
Uraufführung: 1815 in Elberfeld
Besetzung: Soli (STB), Chor, 2 Flöten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher und Bass
Spieldauer: ca. 39 Minuten

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[Details]
Friedens - Cantata (CPO, DDD, 97/98)
Johann Michael Bach (1745-1820)

Westfälische Nachrichten 4.12.2000: »Eine echte Entdeckung. Nicht nur, weil in ihr zum ersten und vielleicht einzigen Mal ein Bach das lupenreine Idiom der Wiener Klassik spricht. Die Musik ist routiniert, aber kraftvoll komponiert, originell instrumentiert und darf mit dem Besten ihrer Zeit verglichen werden. Max inszeniert das alles sehr spannend, leidenschaftlich geradezu.«
Early Music Review 2 / 2001: »A wonderful insight into music off the beaten track during their lifetimes. JM makes exciting use of clarinets. A very fine disc, well worth having.«

Zur Kantate

Art: Kantate zum Ende der napoleonischen Kriege
Text: unbekannter Textdichter
Sprache: deutsch

Beschreibung

In Johann Michael Bachs Werk nimmt die Friedenskantate eine herausragende Stellung ein. Mit knapp 40 Minuten Dauer ist sie einer seiner umfangreichsten Kantaten. Sie ist außerdem eines der wenigen handschriftlich erhaltenen Werke des letzten großen Komponisten aus der hessischen Bach-Linie.

Die elf Sätze des Werkes teilen sich wie folgt auf:

1. „Jehova, Vater der Wesen“ (Bass-Rezitativ)
2. „Der Herr schauet von seiner heiligen Höhe“ (Chor)
3. „Es kämpft in Feuerglut der tapfern Krieger Scharen“ (Bass-Arie)
4. „Noch fraß das Würgerschwert der Zukunft schönste Blüten“ (Tenor-Rezitativ)
5. „Herr, deine Güte reichet so weit“ (Chor)
6. „Nun säuselt durch das stille Tal“ (Duett für Sopran und Tenor)
7. „Violen sprießen unter Tritten“ (Sopran-Arie)
8. „Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth“ (Chor)
9. „Gott des Friedens, Gott der Liebe“ (Sopran-Arie)
10. „Heiliger Schauer durchdringet die Seele“ (Rezitativ für Tenor und Bass mit Chor)
11. „Halleluja“ (Chor)

Die Kantate verdeutlicht die Schrecken des Krieges und hebt die Allmacht und Güte Gottes hervor. De gekonnt platzierten Orchesterpartien deuten den gesungenen Text und unterlegen ihn mit Kriegsgetümmel, Donner und Wind. Die Macht Gottes wird im Gegensatz dazu durch subtile Generalpausen dargestellt. Chor und Arien, kunstvolle Fugen und Harmonik verstärken sich gegenseitig zu einem äußerst kraftvollen Werk.


Letzte Änderung am 9.5.2008
Beitrag von Markus Hillenbrand